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Freitag, April 26, 2013

Mehr als 21 Jahre nach dem Tod von Silvio Meier ist die Gabelsberger Straße heute nach ihm umbenannt worden. Etwa zweihundert Menschen verfolgten die kleine Zeremonie, unter ihnen auch Christian Sröbele. Es sprachen der Bürgermeister Schulz, ein Freund, ein Vertreter der Initiative "Aktives Gedenken" und eine Verwandte von Silvio Meier. Dirk Moldt, ein Freund Meiers sagte: "Silvio würde sich wahrscheinlich totlachen, wenn er mitbekommen könnte, dass jetzt eine Straße nach ihm benannt wird". Dennoch könne er sich nach langem Zögern nun mit der Idee anfreunden.
Nachdem also alle einig waren, dass die Sache im Grunde zu begrüßen sei, leitete Franz Schulz, Friedrichhains stets etwas umständlicher Bürgermeister, etwas zögerlich zum praktischen Teil der Veranstaltung über: "Ich denke, wir würden dann vielleicht mal die Enthüllung machen..."
Die Silvio-Meier-Straße liegt in der Nähe des U-Bahnhof-Eingangs, in dem Silvio Meier 1992 von Nazis ermordet wurde.

Donnerstag, April 25, 2013

Ernst 8


Mittwoch, April 24, 2013

Ernst 7


"Halber Mond"

 Welch ein Gegensatz: Der Frühling ist in Berlin ausgebrochen und ein nahezu perfekter Vollmond steht am Himmel. Dennoch geht mir ein Liedtext von Element of Crime heute nicht aus dem Kopf:

"Immer wieder geht ein Regen nieder
und am Himmel hängt ein halber Mond"

Element of Crime spielen an diesem sonnigen Tag mit um die 20 Grad heute im Kreuzberger Lido. Die Karten für den kleinen Club waren schnell ausverkauft, doch Radio 1 überträgt das Konzert "nur für Erwachsene".
Die Band spielt den Hit "Es regnet", aus dem die Zeile stammt, heute nicht. Dennoch: Ein wunderbares Konzert!

Dienstag, April 23, 2013

Ernst 6


Sonntag, April 21, 2013

Dvorsky

Sonntagabend: Der Tatort ist zu Ende. Jauch palavert in der ARD. Draußen schreit jemand herzzerreißend. Schon eine ganze Weile. Es ist eine Katze. Sie hat sich unter ein Auto verkrochen. Eine Frau versucht vergebens, sie hervorzulocken. Die Frau geht, die Katze schreit weiter. Da es undenkbar ist, bei dem Lärm einzuschlafen, gehe ich hinunter und schaue nach der Katze. Nach kurzer Zeit kommt die Frau wieder. Da erkenne ich sie: Eine ehemalige Nachbarin. Und den Kater erkenne ich auch: Dvorsky! Die Ex-Nachbarin hat in der Zwischenzeit etwas Hühnerfleisch geholt. Das mag Dvorsky gemeinhin. Doch jetzt ist er komplett aus dem Häuschen und lässt sich nicht einmal mehr von seiner Besitzerin einfangen.
Die Fläche hinter dem Haus war sein Revier. Doch seit dort die Baustelle ist, hat sich alles verändert. So ähnlich müssen sich die Dinaosaurier nach dem Meteoriteneinschlag gefühlt haben.
Dvorsky lässt sich nicht locken. Eine ganze Weile geht das Spiel so. Die Ex-Nachbarin will schon aufgeben, wirft das Fleisch auf den Boden und steht auf. Da kommt Dvorsky doch noch - unvorsichtigerweise. Er schnüffelt am Fleisch, seine Besitzerin bückt sich blitzschnell und packt ihn am Kragen. Aus die Maus.

Freitag, April 19, 2013

Ernst 5


Mittwoch, April 17, 2013

Ernst 4


Dienstag, April 16, 2013

Ernst 3


Mittwoch, April 10, 2013

Ernst 2


Ein Autokran lärmt schon am frühen Morgen. Wie ein Riesenphallus streckt er bald seinen Ausleger in den Himmel. In die vor wenigen Tagen gegossenen Fundamente werden Basiselemente von Baukränen gestellt. Es geht voran.


Montag, April 08, 2013

Frühling

Der erste wärmere Tag. Im Tiergarten schwimmt noch Eis auf den Tümpeln. Doch im Friedrichshain erlauben die Edeleltern ihren Edelkindern schon wieder, das Fahrrad mit in die Kita zu nehmen. Ich nehme heute noch einmal die S-Bahn zur Arbeit, weil mein Fahrrad noch nicht fertig ist. Ich baue gerade einen neuen Kranz, eine Kurbel und eine Kette ein.
Auf dem Heimweg treffe ich so eine Mutter mit ihrem ungeratenen Kind. Das Mädel - geschlechtsspezifisch rosa gekleidet - bockt und will sich auf den Gehweg werfen. Das ist so eine Angewohnheit, die öfter zu beobachten ist, seit im Bezirk die chicken neuen Lofts mit den Fußbodenheizungen "In" sind. Die arme Mutter zerrt an der einen Hand das Kind hinter sich her. In der anderen trägt sie das Kinderfahrrad (auch rosa). Die Kleine fordert: "Allein gehen". Die Mutter gehorcht. Die Kleine liegt auf dem Boden. Es wird Frühling!

Freitag, April 05, 2013

Ernst

Heute machen sie Ernst: Die Baustelle gegenüber erwacht zum Leben. Die Fundamente für zwei Kräne werden betoniert. Betonmischer mit langen Rüsseln pumpen den Beton in die Gruben.