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Montag, Januar 05, 2009

Winter verlernt


Was für ein schöner sonniger Wintertag! Wenn nur die Stadtmenschen es nicht mittlerweile verlernt hätten, mit dieser Jahrszeit klarzukommen. Manchmal frage ich mich, wie die Menschheit Jahrhunderttausende überlebt hat ohne Standheizungen, Winterdienst und Skihelme!
Und selbst die Profis wissen nicht mehr, wie es eigentlich geht: Unsere Hausverwaltung hat einen Winterdienst engagiert, der mitten in der Nacht - also zwischen halb vier und und halb sechs - mit riesigem Getöse anrückt; zuerst wird dann üblicherweise Granulat von einem LKW in ein motorbetriebenes kleines Bürsten-Monster geschaufelt. Dieses wird dann angeworfen, was im Schnitt nach drei vergeblichen Versuchen gelingt. Die Maschine bürstet vorne den den Schnee, was den Weg noch glatter macht, und spuckt hinten Granulat aus. Letzteres ist gegen 7 Uhr, also dann, wenn die frühesten Besucher das Haus verlassen, meist schon wieder eingeschneit. Der Effekt ist, dass zwar alle Hausbewohner/innen mitten in der Nacht aufgeweckt werden, aber der Weg morgens trotzdem glatt ist.
Gestern war in den Fernsehnachrichten zu sehen, dass ein Auto bei etwas Schneefall in den Landwehrkanal gefahren ist. Ich finde das glatt Abwegig.
Zuerst hatte ich ja unseren Nachbarn mit dem großen VW-Kombi im Verdacht. Der, der im September den Auspark-Unfall verursacht hatte (Schwabengulag berichtete). So ein Unfall hätte zu dem Burschen gepasst. Dann sah ich raus und war beruhigt. Das rote Auto stand noch da. Aber der Nachbar stand daneben und diskutierte heftig mit seiner Freundin. Die Gesten ließen Panik erkennen. Ganz offensichtlich wollte er gerade zur Arbeit fahren und fühlte sich daran durch einen großen Riss in der Windschutzscheibe gehindert. Wie hat die Menschheit nur hunderttausende von Jahren die Winter ohne Windschutzscheiben überlebt, frage ich mich?